Aktennotiz
So. Da haben wir das Novemberwetter. Es ist kalt, glitschig vor Regen und vor allem eines: es ist grau. Doch bei der Planung meiner Magisterarbeit hatte ich genau dies im Sinn. Ich wollte nicht im Hochsommer schreiben, wenn die Arme auf dem Holz der Tisch festkleben und jeder Raum - in der klimaanlagenbefreiten Zone Deutschland - nur stickig sind. Ich wollte im November schreiben oder Dezember. Nun habe ich meinen Willen.
Gestern bin ich sportlich aktiv gewesen. Als Ausgleich, aber vor allem als Prophylaxe gegen mögliche Grippewellen. Aber natürlich musste ich mir den Haupttippfinger der rechten Hand prellen. Ich trainiere gerade einen anderen, der dessen Position in den nächste Tagen einnehmen soll.
Inhaltlich - also endlich zum Thema Magisterarbeit - bewege ich mich zwar schon im Hauptteil, jedoch sind es immer noch vorbereitende Artikel. Nach dem Thema Relationen von Wissen, Wissenschaft und Literatur im 18. Jahrhundert sowie Goethes Wissen und die Aktenführung, breite ich gerade die Themen Geologie, Geschichte und Mythologie aus, die meine Textanalyse flankieren sollen. Letztere soll ab dem Wochenende beginnen. Davor liegt leider noch ein theoretische Aspekt - mehr eine Aufzählung - in dem ich Formalia klären möchte, inwieweit ich stilistische Mittel analysieren werde, um die zur Anwendung kommenden ästhetischen Verfahren zu beleuchten.
Ich liege also zeitlich mittelprächtig. Gerne würde ich schon in der Textanalyse stecken und den “Theorieteil” nicht so sinnlos verlängert zu haben, aber man tut ja sein bestes und kürzen geht immer (so lange ich es nicht selbst machen muss).
Somit versuche ich früh aufzustehen, was den Vorteil birgt, dass die Stadt noch nicht so grau ist, sondern eher schwarz, und kratze mir meine Texte zusammen, die ich dann in der Bibliothek (die jetzt in einigen Toiletten Handdesinfektionsmittel bereitstellt) zu Abschnitten und Kapiteln zusammenführe. So long.





